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Beide Erlasse nehmen direkt Bezug zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Wie können wir als Gesellschaft dem fortschreitenden menschgemachten Klimawandel begegnen? Wie können wir die Artenvielfalt bewahren? Wie können wir einer zunehmenden Ungleichheit und Ungerechtigkeit in unserer (Welt-)Gesellschaft entgegenwirken? Um diese Ziele erreichen zu können, muss auch der Bildungsbereich einen Beitrag leisten. Schülerinnen und Schüler sollen dabei befähigt werden, ihre Lernprozesse zunehmend selbstbestimmt zu gestalten, anhand selbst gestellter Fragestellungen zu lernen und Engagement zu entwickeln. So sollen Kinder und Jugendliche auf ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben in unserer Gesellschaft vorbereitet und ihre Handlungskompetenz für eine zukunftsfähige Gesellschaft gestärkt werden. Ziel ist eine Lernkultur, die auf den vier Bildungs-Säulen der UNESCO aufbaut: Lernen, Wissen zu erwerben / Lernen zusammenzuleben / Lernen zu handeln / Lernen zu sein. BNE und Demokratiebildung sind dabei als Aufgabe der ganzen Schule zu verstehen und soll sich in allen Bereichen vom Leitbild über entsprechende Verankerung in schuleigenen Arbeitsplänen, in Projekten bis zur Ganztagsgestaltung wiederfinden. Deswegen wurde zu beiden Erlassen eine Übersicht zur Schulentwicklung erarbeitet, die den Schulen konkrete Ansatzpunkte zur qualitativen Weiterentwicklung aufzeigt.

Für Schulen aller Schulformen, die in diesem bei der Weiterentwicklung, Erprobung und Umsetzung innovativer pädagogischer Ansätze Unterstützung und Begleitung sowie Inspiration und Ermutigung suchen, startet im Oktober 2021 die Arbeit im Netzwerk Werkstatt Zukunftsschule.

Das Netzwerk Werkstatt Zukunftsschule ist ein Zusammenschluss von Schulen, die in regionalen Treffen mit Werkstattcharakter wertvolle pädagogische Impulse von spannenden Referentinnen und Referenten erhalten und sich gegenseitig in ihrem Innovationsprozess ermutigen und unterstützen. In vier regionalen Werkstätten mit jeweils ca. 25 Schulen werden die Werkstatt-Schulen dabei begleitet, innovative Formate der Schul- und Unterrichtsentwicklung kennen zu lernen, zu erproben und ggf. als Entwicklungsziel zu implementieren.

Zu diesem Zweck finden pro Netzwerk jährlich zwei bis drei regionale Netzwerktreffen statt, die von einem regionalen Planungsteam organisiert und begleitet werden. Die Teams bestehen aus Fachberatungen BNE, Fachberatungen Unterrichtsqualität (FBUQ), Schulentwicklungsberatungen (SEB) der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) sowie assoziiert Vertretungen von anerkannten außerschulischen Lernstandorten BNE, der Kompetenzzentren und der Bildungsinitiative Schule im Aufbruch.

Darüber hinaus werden monatlich stattfindende digitale Mikrofortbildungen angeboten.

Außerdem veranstaltet das NLQ einmal jährlich eine landesweite Fachtagung für alle Netzwerke.

Das Netzwerk Werkstatt Zukunftsschule versteht sich als ein gemeinsames Projekt des Niedersächsischen Kultusministeriums, des NLQ und der RLSB. Es ist darüber hinaus vernetzt mit der Bildungsinitiative von Herrn Minister Tonne „Bildung 2040“ und ist offen für außerschulische Partnerinnen und Partner, die das Projekt als Referentinnen und Referenten bereichern und in der regionalen Ausrichtung begleiten und ergänzen. Das Netzwerk Werkstatt Zukunftsschule ist für einen Zeitraum von drei Jahren geplant.

Die Schülerinnen
und Schüler

sind fähig, als autonome Sozialakteure ihre eigenen Ziele im Leben im Rahmen der demokratischen Institutionen und unter Achtung der Menschenrechte zu wählen und zu verfolgen.
sind fähig und auf Grund ihrer mündigen Entscheidung bereit, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen.
sind fähig, sich effektiv und angemessen an einer Kultur der Demokratie zu beteiligen.

Daraus ergeben sich konkrete Handlungsfelder

Stärkung von Partizipation und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler, d.h. unabhängig von deren Herkunft. Verankerung der Partizipation und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler in Unterrichts- und Schulkultur.
(Weiter-)Entwicklung einer lernendenorientierten, diversitätsreflexiven, partizipativen, multiperspektivischen und interaktiven Unterrichts- und Schulkultur.
Ermutigung und Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu demokratischem, nachhaltigem und solidarischem Engagement in der Schule und in der Zivilgesellschaft. Ihnen werden entsprechende Erfahrungsräume inner- oder außerhalb der Schule bereitgestellt.
Stärken der Menschen- bzw. Kinderrechte im Schulalltag.
Entwicklung und Verankerung von Kernelementen eines demokratischen Schulentwicklungsprozesses.